Brillenproduktion

TROGAMID® - KONSTANT IN DER VERARBEITUNG, VIELFÄLTIG IM DESIGN

ALLE GÄNGIGEN VERFAHREN EINSETZBAR

Durch seine amorphe Struktur und gute thermische Belastbarkeit besitzt TROGAMID® einen ausgesprochen großen Verarbeitungsspielraum. Ob im Spritzguss oder der Extrusion – wir unterstützen Sie mit unserem Kow-How, das wir in unseren Technika erworben haben. Sprechen Sie uns an!

Transparente Platte und hochwertige Folie

TROGAMID® Formmassen lassen sich auf konventionellen Dreizonenschnecken mit einer Länge von mindestens 24 D zu Folien und Platten verarbeiten. Aber auch andere Schneckenkonzepte, zum Beispiel Barriereschnecken, können zu guten Verarbeitungsergebnissen führen.

Vom Ölfilter bis zur Designerbrille

TROGAMID® Formmassen eignen sich hervorragend für den Präzisionsspritzguss, seien es zum Beispiel dekorative, filigrane Brillengestelle oder auch sicherheitsrelevante Teile wie Öl- oder Wasserfiltertassen oder Gehäuse elektrischer Relais.
Brillengläser aus TROGAMID
Einfärben
Das Einfärben von TROGAMID® ist problemlos möglich und erfolgt am besten unter Verwendung von Farbkonzentraten auf Basis TROGAMID®. Die Trockeneinfärbung mit feingepulverten Farbmitteln ist ebenfalls möglich, aber unbequem; eine pneumatische Förderung ist dann ausgeschlossen. Die Verwendung von Farbpasten auf „neutraler“ Basis kann zu Unverträglichkeiten und damit zu einer negativen Beeinflussung der mechanischen Eigenschaften von TROGAMID® führen (z. B. Reduzierung der Bindenahtfestigkeit oder der Transparenz auf Grund von Schlierenbildung, „Wolken“) und sollte daher in jedem Einzelfall geprüft werden.

Brillengläser
Aus TROGAMID® myCX gefertigte Gläser lassen sich hervorragend in Tauchbädern einfärben. Die Haftung der Farbsysteme ist dabei so ausgezeichnet, dass selbst beim nachträglichen mechanischen Bearbeiten keine Ablösung erfolgt. So lassen sich eingefärbte Gläser beispielsweise problemlos spanend bearbeiten, das System bleibt weiterhin unempfindlich gegenüber Spannungsrissen.


Bedrucken
TROGAMID® Teile können im Sublimationsdruck mit den meisten Druckfarben bearbeitet werden. Siebdruckfarben müssen an den Einsatz von TROGAMID® Formmassen angepasst werden. Eine Oberflächenvorbehandlung durch Beflammen, Aufrauen oder Coronabehandlung führt häufig zu einer verbesserten Haftung der
Druckfarben. Nach der Bedruckung kann die Haftung in der Regel durch Beflammen oder Tempern verbessert werden.
 
Neben Einfärbungen sind in optischen Anwendungsfeldern in der Regel auch Oberflächenmodifizierungen erforderlich:
  • Verbesserung der Kratzfestigkeit durch Hard-Coatings
  • Antireflexausrüstungen
  • Filter-Funktionalitäten
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), Jena, hat bei TROGAMID® myCX ausgezeichnete Hafteigenschaften und eine hohe Stabilität bei Beschichtungen in Niederdruck-Plasmaprozessen nachgewiesen. Die Schichthaftung nach ISO 9211-02-03 Tape-Test, snap, wird erfüllt. Das System ist stabil gegen Umwelteinflüsse im Temperaturbereich von -10 °C bis +70 °C (ISO 9022-2).
TROGAMID® myCX ist damit besonders für die Beschichtung mit multifunktionalen optischen Interferenzschichtsystemen geeignet, zum Beispiel

  • kratzfeste Antireflexbeschichtung AR-hard® (1 µm bis 3 µm Schichtdicke)
  • AR-hard® kombiniert mit einem UV-Schutzfiter
  • Antireflexbeschichtungen für Laserwellenlängen
  • Strahlteilerschichten
 
TROGAMID® Formmassen können mit dem Laser dauerhaft gekennzeichnet werden. Ob qualitätsrelevante oder produktionstechnische Daten, ob in Schreibschrift oder als Datencode, Produktkennzeichnungen erfolgen mit extrem hoher Sicherheit. Verwechslungen oder Fälschungen sind praktisch nicht mehr möglich. Auch dekorative Elemente in transparenten Formmassen sind möglich.

Laserbeschriften nichttransparenter Kunststoffe
TROGAMID® Formmassen, die mit speziellen, von Evonik entwickelten und patentierten Additiven ausgerüstet sind, erzielen bei Beschriftungen außerordentlich gute Kontraste. Bei nichttransparenten Kunststoffen sorgen diese Laseradditive für ein dunkles Schriftbild von höchster Qualität auf nahezu allen hellen Farbeinstellungen - unabhängig von der Pigmentierung des Kunststoffes und auch bei einer Selbsteinfärbung bei der Verarbeitung. Darüber hinaus bietet Evonik verschiedene dunkle bzw. schwarz eingefärbte Produkte an, die kontrastreich hell auf dunkel laserbeschriftbar sind.


Laserbeschriften und -schweißen transparenter Kunststoffe
Das Lasermarkieren transparenter Kunststoffe war lange auf gefärbte Thermoplaste beschränkt. Evonik hat eine Technologie entwickelt, mit der transparente Kunststoffe, die von Natur aus nicht oder schlecht lasermarkierbar sind, lasermarkierbar ausgerüstet werden können.  Daher liegen speziell modifizierte TROGAMID® CX-Typen vor, die sowohl lasermarkierbar als auch transparent gegen transparent laserschweißbar sind, ohne dass ihre optischen Eigenschaften dabei beeinträchtigt werden. 
Verwendet werden dazu nanoskalige Metalloxide, die sichtbares Licht wegen ihrer geringen Teilchengröße nicht streuen, aber die Wellenlänge des Lasers im Nahinfrarotbereich (NIR) absorbieren. Fällt ein Laserstrahl auf die Metalloxide, absorbieren sie die Energie und erwärmen ihre direkte Umgebung – es kommt zum Aufschäumen, da gasförmige Abbauprodukte im Mikrometerbereich entstehen, oder zur Karbonisierung (Abbau zu Kohlenstoff) führen. Die Folge ist eine lokal begrenzte Änderung des Brechungsindex, der die Markierung sichtbar macht. Die Additive erzeugen dabei keinen Farbumschlag, sondern erscheinen je nach Wahl der Laserparameter in Graustufen von Weiß bis Schwarz. Realisieren lassen sich die Markierungen in TROGAMID® CX in Schichtdicken von weniger als 100 Mikrometern. Auch sind Designs mit mehreren Lagen möglich, bei denen die laserempfindliche Schicht zwischen zwei transparente Deckschichten eingebettet wird.


Laserzentrum
 
Kleben
Beim Verkleben sollten die Klebeflächen sauber und fettfrei sein. Bei der Fertigung von Formteilen, die verklebt werden sollen, wird der Einsatz von Entformungshilfsmitteln nicht empfohlen. Eine Verbesserung der Klebekraft kann durch Vorbehandlung der Oberflächen wie Aufrauen, Primern, Coronabehandlung oder Beflammen erreicht werden. Sprechen Sie uns an, welche Kleber geeignet sind. 
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Hinterspritzen und Überspritzen
TROGAMID® Folien können bei Verwendung entsprechender Haftvermittler mit den üblichen Spritzgießformmassen hinterspritzt werden. Besonders spannungsarme Bauteile entstehen durch die Kombination von TROGAMID® Folien mit TROGAMID® CX-Formmassen. Für das Überspritzen wird die optische Qualität TROGAMID® myCX empfohlen. 

Schweißen
Alle herkömmlichen Verfahren zum Schweißen können angewendet werden; typischerweise sind dies Heizelement-Stumpfschweißen, Ultraschallschweißen, Reibschweißen und Hochfrequenzschweißen. 


Verschrauben
Aufgrund der guten Spannungsrissbeständigkeit können TROGAMID® Bauteile ohne Probleme verschraubt werden. Die Brillenindustrie nutzt dafür beispielsweise auch Schrauben, die ebenfalls aus TROGAMID® CX hergestellt sind.